Chronik

1088 Erste urkundliche Erwähnung eines Herren von Stotternheim.

1157 Das Kloster Gerode im Eichsfeld verkauft seine Güter in Stotternheim an das Bistum Fulda.

1269 Zerstörung der Burg. Die Ritterfamilie von Stotternheim wird in Erfurt ansässig. Stotternheim ist Erfurters erstes käuflich erworbenes Dorf.

2. Juli 1505 Martin Luther gerät nahe Stotternheims in ein Gewitter und legt sein berühmtes Gelöbnis ab.

1524 Erwähnung des ersten evangelischen Pfarrers.

1550 Obwohl in Stotternheim schon über Jahrhunderte Waid angebaut wird, sind erst aus diesem Jahr im Erfurter Stadtarchiv Waidbücher mit Namen erhalten.

1590 Erste Erwähnung eines Schulmeister.

November 1673 Am Roten Berg die junge Barbara Bechstedt aus Stotternheim von Marcus Intrau vergewaltigt und ermordet.

1682/1683 In Erfurt wütet die Pest. Stotternheim schliesst seine Dorftor und hat keine nachweisbaren Opfer.

1699 Ein Feuer zerstört das ganze Dorf.

1703 Baubeginn der neuen evangelischen Kirche. Die Einweihung der Kirche erfolgt 1704.

1709 Ein sehr kalter Winter in ganz Europa. Sogar die Adria friert zu.

1729 Der alte Kirchturm wird abgerissen und an seiner Stelle ein neuer erbaut.

1748/1749 Bei einer Viehseuche verlieren die Bauern insgesamt 259 Ochsen, Kühe und Kälber.

1756 Zum ersten Mal wird der Bau einer Schule erwähnt.

10. Februar 1791 Ein Feuer zerstört 74 Wohnhäuser, 73 Scheunen und 80 Ställe. 13 Häuser werden beschädigt.

1795 Beginn der Trockenlegung des Schwansees. Es dauert fast 5 Jahre.

1802 Erfurt und das Landgebiet kommen an Preußen.

1805 König Friedrich Wilhelm III. reist auf der Oberstraße nach Erfurt. Dort, wo die Stotternheimer sich versammelt haben, um ihm zuzuwinken hält die Kutsche an. An Pfarrer Möller richtet er die Frage: Ist die Gemeinde kirchlich? Und Pfarrer Möller antwortet: Ja, das ist den Erfurtern eigen!

1806 50 Mädchen und 70 Jungen werden von zwei Schulmeistern unterrichtet.

1806 Im Oktober unterliegt Preußen in der Schlacht bei Jena der französischen Armee. Napoleon rückt weiter vor und nach wenigen Tagen wird Erfurt besetzt. Die Stadt wird „napoleonisches Eigentum". Auch Stotternheim wird französischer Besitz.
Fünf Männer aus Stotternheim werden ins französisches Militär befohlen.

1807 und 1808 Der französische Gouverneur Brouard besucht mehrmals mit einer Kommission Stotternheim.
Der Grund ist die Entwässerung des Bruches.

1813 27 Stotternheimer Männer kämpfen auf preußischer Seite gegen die französische Armee, 9 sterben.

1814 Weitere 23 Männer ziehen in den Kampf.

1815 Stotternheim kommt unter die Regierung von Sachsen-Weimar. Der Großherzog Carl August besucht es zum ersten Mal persönlich.

1823 Dort, wo vor 40 Jahren schon einmal ein Schacht gegraben wurde, wird erneut nach Salz gebohrt. Ein Bericht davon wird auch Goethe vorgelegt.

1825 Zu Ehren des 50jährigen Regierungsjubiläums des Großherzogs Carl August wird der „Karlsplatz" angelegt.

1828 Zum ersten Mal wird Salz gefördert.

1828 Der Großherzog besucht den „Karlsplatz", die Pfarrei und die neu entstehende Saline.
Er verstirbt im Mai. Sein Sohn Carl Friedrich tritt die Regierung an.

1828 Die Saline erhält nach der Großherzogin den Namen „Louisenhall".

1838 Der Herausgeber der ersten Dorfchronik, Friedrich Wilhelm Andreä, wird Pfarrer im Dorf.

1847 Inbetriebnahme des Solbades „Louisenhall“.

1848 Gründung der „Kleinkinderbewahranstalt" (Kindergarten).

1853 18 Personen wandern nach Amerika aus.

1854 Nach einem 12stündigen kräftigen Regen werden Keller und Ställe unter Wasser gesetzt.

1854 Die erste gedruckte Dorfchronik erscheint anlässlich der 150-Jahrfeier der evangelischen Kirche.

1856 Im Bergfeld wird versuchsweise die Bahnlinie von Erfurt nach Magdeburg abgesteckt.

1857 Zensurbücher werden eingeführt.

1859 In der Kiesgrube wird ein Mammutknochen gefunden und dem großherzoglischen mineralogischen Kabinett in Jena übergeben. Die Bestände werden im 2. Weltkrieg vernichtet.

1861 In der Saline Louisenhall werden in diesem Jahr 1.400 Bäder genommen von 70 Badegästen. Auswärtige kommen in den Logierstuben des renovierten und ausgebauten Gemeindegasthofes unter.

1861 Einrichtung einer Fahrpost von Erfurt nach Sömmerda durch Stotternheim. Der Fahrpreis betrug anfänglich 6 Silbergroschen, später stieg der Preis. Dem Postillion schenkte die Gemeinde ein Posthorn. Im Haus des Kaufmanns Koch wird die Postexpedition eingerichtet.

1862 Der Turnunterricht wird eingeführt.

1863 Ein dritter Kaufladen wird eingerichtet.

1864 Stotternheim hat 1.200 Einwohner. Eine Viehzählung ergibt: 111 Pferde, 647 Ochsen und Kühe, 626 Schweine, 309 Ziegen, 1.559 Schafe in drei Herden, 35 Bienenstöcke.

1870/1871 Deutsch-französischer Krieg. 22 Stotternheimer Männer nehmen teil und kämpfen zum Teil mit vor Paris.

1872 Kauf der ersten Dampfdreschmaschine für 2.500 Taler.

1873 Vermessungen zur Bahnlinie gehen weiter. Es wird über den Platz des Bahnhofes verhandelt.

1874 Von einem Brand in der Mittelgasse sind 11 Familien betroffen. 22 Gebäude werden zerstört.

Juli 1875 Am 4 und 5. Juli findet im Garten des Schlosses Siedelhof eine landwirtschaftliche Ausstellung statt. 3.000 Besucher kommen, u. a. der Großherzog.

1876 Baubeginn der neuen Schule (heute Gemeindeamt).

1876 Einführung der Zivilehe auf dem Standesamt.

12. März 1876 Ein Sturm beschädigt viele Dächer und reißt Bäume um.

1877 Einweihung der neuen Schule.

1877 Gründung der Feuerwehr. Erster Brandmeister ist Karl Gotthard Brüheim.

1878 In diesem Jahr findet die landwirtschaftliche Ausstellung im Gelände der Saline Louisenhall statt.

1879 Eröffnung der ersten Telegrafenstation.

1880 Im Frühjahr beginnt der Bau der Eisenbahnstrecke.

1880 Stotternheim hat 1.256 Bewohner.

23. Oktober 1881 Eröffnung der Eisenbahnlinie Erfurt - Sangerhausen.

1882 Immer mehr Badegäste kommen nach Louisenhall .

1882 Zum ersten Mal werden Zuckerrüben angebaut.

1882 Die Volkszählung ergab 1.314 Einwohner.

1885 Baubeginn der Saline „Neuhall".

1885 In Louisenhall kommt die erste Badegästegruppe aus Berlin an.

1887 Neuhall fördert das erste Salz.

1893 Errichtung einer Fahrpost nach Nöda , Riethnordhausen und Haßleben .

1895 Verlegung der ersten Telefonleitung. Sie verlief vom Bahnhof zum Haus des Kaufmanns Linke an der Ecke der Mittelgasse.

1899 Bau eines weiteres Schulhauses.

1900 1.471 Personen wohnen in Stotternheim.

1902 Erster elektrischer Strom.

1917 Zum Gedenken an Martin Luther wurde der Lutherstein am Fuße des Galgenhügels errichtet.

1988 Die 900-Jahrfeier wird begangen.

1996 Stotternheim wird im Zuge der Gebietsreform eingemeindet.

2002 Bei einem Unwetter stürzt der gerde in Restauration befindliche Kirchturm der evangelischen Kirche St. Peter und Paul in das Kirchenschiff.

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